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Apotheker Stefan Spindler
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Homöopathie

Gesund werden und gesund bleiben mit alternativen Präparaten. Durch unsere beiden Fachapotheker für Homöopathie, kennen wir uns auch sehr gut bezüglich möglicher Nebenwirkungen und Dosierungen bei homöopathischen Mitteln aus.

Grundlagen

Der Begriff Homöopathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „ähnliches Leiden“. Dies bedeutet, ein Patient wird mit einem Mittel behandelt, das bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorruft. Es gilt in der Homöopathie also das Prinzip "Similia similibus curentur" – "Ähnliches heilt Ähnliches".

Der Mensch wird in seiner Gesamtheit betrachtet, d.h. der Homöopath beschäftigt sich ausführlich mit dem kranken Menschen. Dazu gehören unter anderem die Größe, Körpergewicht und -bau, Zustand der Haut sowie seine Persönlichkeit, Konstitution und seelische Verfassung. Auf dieser Basis beruht die Auswahl des homöopathischen Mittels. So werden z.B. Magenschmerzen infolge von Kummer/Kränkung anders behandelt (hier mit Ignatia), als Magenschmerzen bei nervösen, gereizten und cholerischen Menschen (hier mit Nux vomica).

Durch das homöopathische Mittel wird der Organismus zur Selbstheilung angeregt. So verabreicht der Homöopath z.B. bei Fieber durch Entzündung kein fiebersenkendes Mittel, da Fieber bei aber Entzündungen Sinn macht – die erhöhte Temperatur tötet krank machende, hitzeempfindliche Erreger ab und entlastet so das Immunsystem – sondern ein Mittel, das das Fieber unterstützt. Das homöopathische Mittel stärkt dann das geschwächte Immunsystem, das zur erhöhten Temperatur führte.

Damit sich die Wirkung der homöopathischen Behandlung voll entfalten kann, sollte ein gesunder Lebensstil angestrebt werden. Allerdings ist die Homöopathie keine Universal-Therapie, die alles heilt. Deshalb ist sie nicht losgelöst von der Schulmedizin zu betrachten. Je nach Erkrankung, z.B. bei einer notwendigen Operation, bedarf es den Behandlungen der Schulmedizin. Es ist jedoch oft auch sinnvoll, beides anzuwenden. Wird z.B. infolge schwerer bakterieller Infektionen ein Antibiotikum verabreicht, so kann ein zusätzlich eingenommenes, homöopathisches Mittel die Nebenwirkungen des Antibiotikums reduzieren.

Darüber hinaus gibt es aber auch einige Erkrankungen, bei denen nur dir Homöopathie Erfolge aufweisen kann, wie etwa Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Infektionen der Harnwege, oder Neurodermitis.

Herstellung der Homöopathika

Homöopathische Mittel werden größtenteils aus natürlichen Ausgangsstoffen hergestellt (z.B. aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, aus Tieren wie der Honigbiene (Apis mellifica) oder aus tierischen Produkten wie dem Kittharz der Bienen (Propolis)). Auch Metalle, Mineralien, Säuren oder chemische Ausgangsstoffe finden Verwendung. Durch das homöopathische Herstellungsverfahren sind alle Substanzen keimfrei und ungiftig. Die homöopathischen Mittel werden entweder aus einer Urtinktur (flüssige Arzneiform) oder aus einer Ursubstanz (feste Arzneiform) potenziert.

Da manche der verwendeten Ausgangsstoffe nicht ungefährlich sind, werden sie stufenweise verarbeitet (potenziert). Dabei gilt, je höher die Potenzierung, desto wirksamer das Mittel. Bei Mitteln mit niedriger Potenz (D1 – D12) lassen sich die Moleküle der Ursubstanz noch nachweisen; es ist also davon auszugehen, dass bei höheren Potenzen, das Mittel energetische Information der Ursubstanz enthält. Diese energetische Information beeinflusst das biologische System des Organismus auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene.

Die Potenzierungsprozesse müssen von Hand durchgeführt werden – jeder Hersteller homöopathischer Heilmittel ist an diese Vorschrift gebunden.

Wirkungsspektren

Die niedrigen Potenzen (D1 – D12) sind in erster Linie auf organische Erkrankungen/Beschwerden ausgerichtet und haben eine breite Wirkung. Die höheren Potenzen (D12 – C30) beeinflussen zunehmend den seelischen Bereich. Die Höchstpotenzen (C200, C500, C1000) sollten wie auch die LM- oder Q- Potenzen ausschließlich sehr erfahrenen Homöopathen vorbehalten sein. Sie erfordern eine möglichst exakte Übereinstimmung zwischen Krankheits- und Arzneimittelbild.

Homöopathische Mittel werden als Globuli (Streukügelchen), Tropfen, Tabletten, Ampullen zur Injektion oder Trinkampullen eingesetzt. Darüber hinaus werden manche Mittel auch in Salben oder Augentropfen verabreicht. Homöopathika können als "Einzelmittel" oder als "Komplexmittel" angeboten werden. Die Komplexmittel bestehen aus mehreren homöopathischen Mitteln, die sich in ihrer Wirkung ergänzen oder verstärken; sie sollten jedoch nicht mehr als drei bis fünf verschiedene homöopathische Substanzen enthalten.

Quelle: Wiesenauer, M. und S. Kirschner-Brouns, 2007. Homöopathie – Das große Handbuch. 496 S, GU-Verlag, München, Deutschland.